KI und kreative Arbeit
Beispiele wie Adobe Sensei, DeepAI und Namelix dienten dazu, Möglichkeiten und Grenzen automatisierter Gestaltung zu betrachten: von Bildbearbeitung bis zur Generierung von Namen und Logos.
Studienarbeit · 2021
Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Agenturalltags.
Bachelorarbeit · 2021
In meiner Bachelorarbeit habe ich untersucht, wie künstliche Intelligenz die Arbeit von Gestaltern verändern könnte. Mich interessierte vor allem, welche Aufgaben ein digitaler Assistent übernehmen kann und wie sich dadurch mehr Raum für Ideen und Gestaltung schaffen lässt.
Aus der Recherche entstand das Konzept für „AiBox“: ein fiktives KI-System für Agenturen, ergänzt durch ein Logo und die Konzeption eines animierten Promotion-Videos.
Die Arbeit entstand 2021. Die beschriebenen Technologien und Prognosen beziehen sich auf den damaligen Stand; AiBox und die Verbindung mit einem Gehirnchip sind ein spekulatives Zukunftsszenario.
Recherche
Als Grundlage habe ich mich mit Algorithmen, Machine Learning, digitalen Assistenten und den Unterschieden zwischen schwacher und starker KI beschäftigt. Anschließend habe ich untersucht, wie KI bereits für Gestaltung und kreative Prozesse eingesetzt wurde.
Beispiele wie Adobe Sensei, DeepAI und Namelix dienten dazu, Möglichkeiten und Grenzen automatisierter Gestaltung zu betrachten: von Bildbearbeitung bis zur Generierung von Namen und Logos.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI Varianten und erste visuelle Ansätze liefern kann. Auswahl, Beurteilung und Weiterentwicklung bleiben beim Gestalter.
Aus der Recherche habe ich ein Szenario für die folgenden zehn bis zwanzig Jahre entwickelt. Die damaligen Ansätze von Neuralink waren dabei Ausgangspunkt für eine mögliche Schnittstelle zwischen Mensch und KI.
Fiktives Produktkonzept
AiBox soll im Konzept alltägliche Aufgaben erleichtern, bei kreativen Blockaden neue Ansätze vorschlagen und schon im Kundenbriefing erste Skizzen erzeugen. So könnten verschiedene Richtungen früh besprochen werden, bevor viel Zeit in die Ausarbeitung fließt.
Die Steuerung über Sprache und eine gedachte Verbindung mit einem Neuralink-Chip gehören zum Zukunftsszenario. Das Konzept sieht die KI als Unterstützung im Gestaltungsprozess; die Verantwortung für den Entwurf bleibt beim Menschen.

Das Logo verbindet drei Bausteine für Mensch, Design und künstliche Intelligenz. Gemeinsam bilden sie einen sich erweiternden Würfel und einen aufwärts gerichteten Pfeil.
Die Blautöne greifen den technischen Charakter des Konzepts auf. Für die Wortmarke habe ich die Schrift Nasalization von Ray Larabie verwendet.
Motion Design
Für die Vorstellung des fiktiven Produkts habe ich einen etwa zweiminütigen Teaser im Stil einer 2D-Animation konzipiert. Statt eines gesprochenen Textes sieht das Konzept Texteinblendungen, Silhouetten, atmosphärische Musik und kurze Soundeffekte vor.
Das Storyboard zeigt, wie AiBox bei einer kreativen Blockade unterstützt und im Briefing verschiedene Entwurfsrichtungen sichtbar macht. Den Einstieg bildet das Bildzeichen; zum Abschluss erscheint das Logo mit dem Produktnamen und einer Einladung zur Testphase.


Fazit
Die Arbeit verbindet die Auseinandersetzung mit einer technologischen Entwicklung mit einer eigenen gestalterischen Anwendung. Aus den recherchierten Möglichkeiten habe ich ein Produktkonzept, eine visuelle Identität und eine Erzählung für ein Promotion-Video abgeleitet.
Mein Fazit von 2021 war, dass KI den Gestalter vor allem als Assistent unterstützen und Arbeitsprozesse erleichtern könnte. Dieses Verständnis bildet den Kern von AiBox.
Recherche, Quellen, Logoentwicklung und Storyboard sind im PDF dokumentiert.
Bachelorarbeit (PDF)